
Das Finale der siebten „Deutschland sucht den Superstar“-Staffel wird Musikfans in Deutschland wohl lange in Erinnerung bleiben. Die kaum erträgliche Spannung und Dramatik machte die Bekanntgabe des abschließenden Zuschauervotings, dessen Ausgang völlig unvorhersehbar war, zu einem der aufregendsten TV-Momente der jüngeren Fernsehgeschichte. Am Ende machte Mehrzad Marashi das Rennen – und stellte mit seiner Sieger-Single
„Don’t Believe“ sofort einen Rekord auf. Erstmals in der DSDS-Geschichte war der Song direkt nach der Sendung als Download erhältlich und verkaufte sich in den ersten 24 Stunden öfters als jemals ein Song zuvor.
Auch die Maxi-CD wurde sofort zum Topseller: nach nur fünf Tagen hatte der von Dieter Bohlen geschriebene und produzierte Song alleine in Deutschland mehr als 100.000 Käufer gefunden und rangierte nach der ersten Verkaufswoche unangefochten an der Spitze der Single-Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein weiterer Höhepunkt folgte Ende Mai: Da absolvierte Mehrzad seinen bislang größten Auftritt in der ZDF-Show „Wetten Dass..?“. In der Stierkampfarena von Palma de Mallorca präsentierte er zusammen mit DSDS-Sieger Mark Medlock seine zweite Single
„Sweat (A La La La La Long)“, eine neue Version des Reggae-Pop-Klassikers von Inner Circle, der 1992 Platz eins der deutschen Charts erreicht hatte. Beide Hits finden sich natürlich auf Mehrzad Marashis Debütalbum
„New Life“, das am 11. Juni erscheinen wird und zwölf Songs enthält.
Die DSDS-Teilnahme war nicht der erste Anlauf, den der 29-jährige Hamburger in Richtung Charts unternahm. Vor einigen Jahren verpasste Mehrzad den fast schon sicheren Entry in die Media Control Hitliste nur ganz knapp. Doch auch dieses frustrierende Erlebnis vermochte dem Sänger, der am 20. September 1980 in Teheran zur Welt gekommen war, nicht die Zuversicht zu nehmen, eines Tages im Musikgeschäft erfolgreich zu sein. Akribisch arbeitete er an seinen Songs und schulte seine Stimme, arrangierte Auftritte in kleiner Besetzung, begleitet von einem Gitarristen und einem Beatboxer. Um auch wirklich keine Option unversucht zu lassen, die großen Leidenschaft zum Erwerbs-Beruf zu machen, mit dem langfristig auch eine Familie versorgt werden kann, bewarb sich Mehrzad schließlich für die siebte Staffel der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ – eine Sendung, die er in den Jahren zuvor verfolgt hatte. „Ich habe sogar ein paar Mal angerufen“, verrät der diesjährige DSDS-Sieger, „für Thomas Godoj, und auch Daniel Schuhmacher hat mir gefallen.“
Mittlerweile hat der junge Familienvater (der seiner Freundin in der DSDS-Sendung am 10. April live im Fernsehen einen Heiratsantrag gemacht hatte) seinen ersten Nummer-Eins-Hit in der Tasche und unzählige Interviews souverän absolviert – darunter auch mit Medienvertretern seines Geburtslandes Iran. Denn auch in seiner Heimat wurde der Sieg des Sängers mit großem Stolz und Anerkennung zur Kenntnis genommen. Gleich nach seinem großen Triumph am 17. April wurde Mehrzad mit Einladungen zu Auftritten und TV-Shows im Iran überhäuft. „Ich bin froh, dass ich den Menschen in Deutschland ein anderes Bild vom Iran präsentieren kann, als man es sonst bekommt“, erklärt er, „mir ist wichtig, dass man mein Heimatland nicht automatisch mit Mahmud Ahmadinedschad gleichsetzt.“
Für einen Abstecher nach Teheran werden ihm allerdings vorerst die zeitlichen Kapazitäten fehlen: Nach Videodreh und diversen Promotion-Terminen standen in den Wochen nach dem DSDS-Sieg die Arbeiten am ersten Album „New Life“, mit dem der Endzwanziger den bestmöglichen Karrierestart hinlegen will, auf der persönlichen Prio-Liste ganz oben. „Es war mir wichtig, dass es ein ‚cooles Album’ wird“, sagt Marashi, „gute Songs aus verschiedenen musikalischen Stilrichtungen.“ Grundsätzlich fühlt er sich in den Genres Soul und Pop am aller wohlsten. Das Ergebnis wird den Vorgaben mehr als gerecht: Neben einigen gepflegten Soul-Pop-Perlen im unteren BPM-Bereich mit sehnsuchstvoll vorgetragenen Hooklines (u.a. „Everytime You Go Away“ oder „Here I Stand“), die in Windeseile zum Markenzeichen des hochtalentierten Sängers werden könnten, glänzt Mehrzad mit glamourösem Disco-Sound („Roodie Roodie“), groovy Uptempo-Partypop („Saturday Night“), einer Eighties-R&B/Freestyle-Hommage („You And I“) und einem luftig-sommerlichen Latin-Slowie („Please Don’t Go“). Höhepunkt für Dieter-Bohlen-Fans: die soulige Balladen-Version des Modern-Talking-Klassikers „You’re My Heart, You’re My Soul“.
Über all den musikalisch-künstlerischen Erwägungen steht für den Sänger allerdings die Nachhaltigkeit der soeben begonnenen Karriere als Profi. „Mein Ziel ist es natürlich, so lange wie möglich Hits zu haben und mich langfristig zu etablieren. Schließlich habe ich eine Familie zu ernähren.“. Mit der Rekorde-brechenden Debütsingle „Don’t Believe“, die einen neuen Download-Rekord aufstellte und in weniger als einer Woche sechsstellige Verkaufszahlen erreichte, hat er den ersten Schritt seines Weges auf mehr als spektakuläre Art und Weise vollzogen.
„New Life“ – Track-by-track:1. „Don’t Believe“Mehrzad Marashi: „Der Song heißt nicht umsonst ‚Don’t Believe’, denn ich kann’s immer noch nicht glauben, dass ich es geschafft habe. Die Single ist sehr lange auf Platz eins geblieben und das ist auch schön so, ohne Euch (die Fans) hätte ich das nicht geschafft, vielen Dank und deswegen ist der Song auch ganz oben an erster Stelle.“2. „Everytime you go away“MM: „Das ist auch ein sehr schöner und gefühlvoller Song, ich habe sehr lange einen Ohrwurm davon gehabt und denke, ihr werdet es auch bekommen.“3. „Roodie Roodie“MM: „Bei diesem Song war ich am Anfang ein bisschen skeptisch, aber dann habe ich mir den ein, zwei Mal reingepfiffen. Ihr solltet Euch auf jeden Fall reinziehen, das ist eine geile Nummer und da könnt ihr auf gut zu abfeiern und ihr werdet ne Menge Spaß dabei haben.“4. „You’re My Heart“MM: „Das ist, ihr habt es wahrscheinlich schon selbst gemerkt, ein Song von Dieter Bohlen, den er sogar selbst einmal gesungen hat. Ich hatte die Ehre, ihn noch mal neu aufzunehmen und mein eigenes Ding reinzubringen. Ich habe daraus natürlich eine Ballade gemacht und ich glaube, dass das ein sehr geiler Song geworden ist. Dieter Bohlen hat da innerlich ganz gut gefeiert.“5. „Sweat (A La La La La Long)“MM: „Das ist natürlich eine geile Nummer, da kann man nicht viel mehr zu sagen als ‚Party, Party, Party und Sommer Time’. Und wenn ihr das nicht feiert, dann habt ihr irgendwas falsch gemacht in Eurem Leben.“6. „You’re The One“MM: „Das ist auf der ‚Sweat (A La La La La Long)’-Single mit drauf und einfach ein extrem emotionaler Song, ihr werdet direkt nach den ersten zehn Sekunden schon Gänsehaut haben und das ist das, was ich will und das ist das, was ihr braucht.“7. „Please Don’t Go“MM: „Das ist sozusagen wieder eine Schnulze, eine emotionale Nummer, die viele Leute ins Herz treffen wird. Viele werden sich auch mit dem Text identifizieren können und sagen können: ‚Okay, das fühle ich auch’. Und ich hoffe, meine Fans sagen auch ‚Please Don’t Go’ und bleiben ganz lange bei mir.“8. „Saturday Night“MM: „Der Party-Kracher, der 100% auch in Clubs laufen wird, weil das eine Nummer ist, bei der keiner still sitzen kann. Eure Hände werden erstmal wackeln, dann die Füße und dann die Hüften – und dann habt ihr alles richtig gemacht.“9. „I Love You“MM: „Dieser Song ist natürlich wieder eine Ballade, das kennt man ja von mir. Ich liebe Balladen. Und mit dem Satz ‚I Love You’ kann sich jeder angesprochen fühlen, weil ich liebe Euch alle, jede einzelne Person, die das Album kauft. Das Lied ist Euch gewidmet und ihr sollt wissen dass ich Euch liebe.“10. „You and I“MM: „Das ist eine überraschende Nummer gewesen, als ich mir das am Anfang angehört habe, habe ich mir gedacht ‚das hat Bohlen produziert? Das klingt ja richtig cool!’ Und ja: das hat Bohlen produziert und es ist wirklich sehr cool. Und ihr werdet es auf jeden Fall feiern, da bin ich mir ganz sicher. Es wird im Auto laufen, ihr werdet es aufdrehen, Fenster runtermachen, mit dem Kopf wackeln und einfach den Song genießen.“11. „As Long As You Love Me“MM: „Das ist kein Song von den Backstreet Boys, sondern einer von mir. Es ist auch eine sehr schöne Nummer und ihr werdet 100% nach zweimaligem Hören einen Ohrwurm davon haben. Tut mir leid, aber es ist nun mal so: bei gewissen Songs hat man das und das wird bei dieser Nummer nicht anders sein.“12. „Here I Stand“MM: „Nur damit die Leute wissen, wo ich bin, was ich mache und wie ich mich fühle. Der Song ist mir wie auf den Leib geschrieben und ich hoffe, dass ihr das genauso fühlt.“