Avicenna war einer der schillerndsten Intellektuellen im mittelalterlichen Persien: ein genialer Arzt, der die Medizin geringschätzte, den Koran auswendig kannte und reihenweise Frauen verführte.Leidend wälzte sich der Emir von Buchara in den Kissen. Linderung war nicht in Sicht. Am Hofe Nuh Bin Mansurs rätselten die Ärzte vergebens, welche Krankheit den Herrscher befallen haben mochte. In ihrer Not riefen die unkundigen Gelehrten einen kaum 17-jährigen Kollegen hinzu, der bereits seit zwei Jahren praktizierte. Der jugendliche Medicus hatte die Krise recht bald im Griff und befreite den Monarchen von seiner Pein.
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