Turbulent und tragikomisch geht's zu in Anthony McCartens "Englischem Harem"Eigentlich könnte auch Martin Mosebach dieses Buch rezensieren. Nicht nur, weil Anthony McCartens persisches Lieblingsrestaurant in Frankfurt am Main just an jenem Platz liegt, an dem Mosebachs jüngster Roman "Der Mond und das Mädchen" spielt. (McCarten wurde auf der vergangenen Buchmesse beim Perser am Baseler Platz gesichtet.)
Mit Sicherheit hätte unser Büchnerpreisträger des vergangenen Jahres große Freude an dem Roman "Englischer Harem", weil hier Figuren auftauchen, die geradewegs aus dem eigenen Buch hätten heraus gestiefelt sein können. Mosebach und McCarten sind, ohne dass eine Treffen der beiden bekannt wäre, durchaus Brüder im Geiste. Islam und Christentum, Polygamie und Monogamie, Kampf und Versöhnung im Sinne einer vorurteilsfreien Gesellschaft - davon erzählen beide.
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